Ski- und Wandergruppe Kaufleute Zürich
Wintertag auf dem Hasliberg: Schlitteln, Schneeschuh-, Winterwandern und Skifahren auf dem Brünig   /   19.02.2012 07:50h   /   HB Treffpunktwürfel   >>
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Schneeschuh-Wanderung Stelserberg vom 13. März 2005

Am Tage vor Anmeldeschluss schien es ganz so als ob ein Dutzend Schneeschuhläufer den Stelserberg ob Schiers im Prättigau erstürmen wollten. Fähnlein mit sieben Aufgestellten übrig. Fredy fiel wegen einem Leistenbruch aus Fähnlein mit sieben Aufgestellten übrig. Fredy fiel wegen einem Leistenbruch aus und Esther musste unvorhergesehen im Bergrestaurant auf der anderen Talseite aushelfen. Somit standen wir ohne ortskundige Führer, da. Weitere Probleme ergaben sich durch den Ausfall unseres "Schwedentaxis", dessen Lenker erneut gegen eine schmerzliche Entzündung am Fuss kämpfte und deshalb auf die Tour verzichten musste. Dadurch kam noch ein Engpass wegen Mitfahrplätzen dazu. Christine Bauert sprang spontan in die Lücke, ihr rotes "Traktörli" meisterte die Bergstrasse bravourös. Die letzte Absage erreichte mich übers Handy im Zug nach Chur.

"Des einen Leid, des anderen Freud" traf auch im Bahnhof Chur zu. Vor dem Besteigen des Schnellzuges zu meinem Treffpunkt in Landquart sprach ich eine Dame an, die ihre Schneeschuhe am Rucksack angeschnallt hatte. Sie machte einen ziemlich niedergeschlagenen Eindruck, klagte mir ihr Leid, dass sie, angereist aus Richterswil, nach Chur bestellt wurde, jedoch am Treffpunkt von der BAW-Gruppe "vergessen" wurde und nun wohl oder übel wieder heimreise. Spontan bot ich ihr an, sich doch bei unserer Gruppe anzuschliessen. Nach wenigen Fragen war der "Deal" gemacht. Beim Zmorgähalt im Berggasthaus Mottis staunten die anderen nicht schlecht als wir mit dem "Findling" eintrafen. Und Pia fühlte sich sogleich in unserer Runde wohl, dank ihr hatten wir auf unserer Tour nun auch Barrivox, Lawinensonde und mehr dabei.

Zwischen Kafi und (mitgebrachten) Gipfeli erklärte mir Wirt Andres Meier geeignete Routen für eine einfache und eine anspruchsvollere Schneeschuhtour ohne Lawinengefahr. Schon bald standen wir abmarschbereit vor dem Restaurant auf 1480 m. In zwei Gruppen stapften wir los. Da es über Nacht nochmals geschneit hatte, wartete harte Arbeit auf den "Herdentreiber. Erst ging es Richtung Skilift, dann bergan an schönen Heimetlis und Gaden vorbei bis zum Aussichtspunkt ohne Namen – von hier bei Esther und Fredy sowie den Vilan und das Bergdorf Seewis. Bis hierher folgten ns Doris, Raymond und Peter, unser Neueinsteiger und Neumitglied. Er war am Schluss der leichten Tour von ca. zwei Stunden voll des Lobes.

Für unser Quintett mit Christine, Elsbeth, Margarete, Pia und mir wurde das Gelände bald steiler und steiler. Zum Gluck war eine Schneeschuhspur vom Vortag trotz Schneefall über Nacht noch ansatzweise verwendbar. Die Zeit verging im Nu und die Beinmuskeln des "Schneepfluges" wurde recht strapaziert, aber der Ausstieg über Gafäll bis zum "Cline Crüz" auf 2040 m hatte sich wirklich gelohnt. Herrlicher Blick vis-a-vis in die Fideriser Heuberge, ins Seitental mit St. Antönien und wertere Berglandschatten. Während Christine und Margarete bei den letzten Bäumchen Rast einlegten, waren wir ändern drei oben dem Wind ausgesetzt bei der Mittagsrast. Auf den Aufstieg zum Gipfel des "Grass Crüz" auf 2186 m verzichteten wir aus Zeitmangel und auch wegen Lawinengefahr.

Auf dem Rückweg folgten wir erst einer Snowboard-Spur bevor wir den langen Hang hinunter "hürdelten". Der schöne Neuschnee hatte sich nun leider teilweise in Bruchharst umgewandelt. Vorbei am schneebedeckten Stelsersee, der nur ansatzweise zu erkennen war, ging es über Stäfel zurück zum Bergrestaurant. Wieder vereint nahmen wir dort unseren Zvieri ein und tauschten unseres Erfahrungen im Gelände aus. Bald ging es wieder Richtung Unterland, wo wir schon bald die Kantonsstrasse sowie die Autobahn mit den Engadiner Marathönlern teilten. Der abendliche Blick in den Spiegel zeigte eine neue Gesichtsfarbe, wahrscheinlich war ich nicht der einzige unserer Schar, der sich etwas gerötet aufs Bett freute. Freuen tun wir uns aber auch heute schon auf die Fortsetzung im Prättigau, denn Esther und Fredy werden uns nimmer los !?!

Fridolin Landolt