Ski- und Wandergruppe Kaufleute Zürich
Wintertag auf dem Hasliberg: Schlitteln, Schneeschuh-, Winterwandern und Skifahren auf dem Brünig   /   19.02.2012 07:50h   /   HB Treffpunktwürfel   >>
Home
Portrait
SWG
Vorstand
Statuten
TKZ
Programm
Tourenberichte
Berghaus Brustalp
Infos
Anmeldung
Getränke
Mittwochshöck
Kontakt
Mitgliedschaft
Pinwand
Links

Programm / Tourenberichte

Wanderung im Niederurner Täli vom Sonntag, 29.10.2006
 
 
 
Auch wenn wir eine Stunde länger schlafen konnten, wurden wir am Sonntagmorgen nicht recht froh, denn die Wettervorhersage stimmte: bedeckt und trüb, der angekündigte Regen liess nicht lange auf sich warten und begleitete uns den ganzen Tag. Dabei hatte ich morgens vom Balkon aus noch das Vrenelisgärtli gesehen!
Gut haben Doris und Raymond so ein grosses Auto, denn bei der Saalsporthalle finden sich ausser mir Thea und noch später, Peter ein – und nur ein Auto. Nach einigem Natel-hin-und-her geht’s los Richtung Kaffeehalt im „Glarnerland“, wo sich dann auch Fridolin mit Brunhilde und Maksut, sowie Anna zu uns gesellen. Sieht es dort hinten im „Zigerschlitz“ nicht doch etwas heller aus? Aber an der LSB-Talstation Niederurnen-Morgenholz erwarten uns die mit ÖV angereisten Margrit und Pia, unser Bergführer Hans-Fred (Annas Schwager) mit Sohn Simon unterm Regenschirm und –schutz.
 
   
 
Nach allgemeiner Begrüssung und Feilschen um Gruppentarif (nein!) -Seniorenrabatt (ja!) - Halbtax (nein!) geht’s hinein in die Gondel (die mit uns 11 Personen ein beträchtliches
Übergewicht aufweist) und die Wolken. Anna und Simon fahren direkt zur „Bäsebeiz Hüepper“, deren Geheimnis nun auch gelüftet wird: es ist die Küche unseres Führers, die exklusiv für die SWG zu einer solchen umfunktioniert wird!
Hans-Fred hält es für besser, unsere Wanderroute den Wetter- und Bodenverhältnissen anzupassen: auf dem Skulpturenweg geht es zunächst steil im Zickzack hinauf zum Schwifärch .Wie gut, dass wir diesen glitschigen Weg nicht hinuntersteigen müssen! Auch so hatte das eine oder andere Hinterteil fast oder ganz Bodenberührung!
Mangels Aussicht erfreuen wir uns an den Skulpturen. Direkt aus dem Stamm und mit der Kettensäge hat ein Forstwart über 20 verschiedene Tier- und Menschenfiguren geschaffen. Spielende Eichhörnchen, klopfender Specht, Wilddieb, handorgelnder Zwerg begleiten unsern Weg. Der Bär, der unvermittelt im Nebel und etwas abseits aus dem Gebüsch auftaucht, hat uns fast erschreckt! Immer wieder öffnet sich ein Blick übers Tal auf buntbelaubte Hänge – wie viel schöner würden sie im Sonnenlicht leuchten!
 
   
 
Thea und Maksut entscheiden sich für die Abkürzung zum Bergrestaurant Hirzli (ich lasse mich von den andern überzeugen, es nicht auch zu tun!) So wandere ich mit ihnen noch ca. 30 Minuten zur Blockhütte, unter deren grossem Vordach wir unser Picknick verspeisen – von Geniessen ist nicht gross die Rede, es zieht und alle frösteln. Welch ein Genuss ist dann der „Kafi Schnuuz“ im Hirzli!

So richtig schön durchwärmt nehmen wir die letzte Etappe unter unsere arg verdreckten Wanderschuhe. Damit wir nicht nur auf Asphalt laufen müssen, führt uns Hans-Fred interessante Abkürzungen – eine ist sogar mit einer Art Gummiseil gesichert – ich dachte aber, es sei eine Leitung oder so, die man besser nicht berührt!
Nach dem letzten Strassenstück befinden wir uns auf Hans-Freds Grund und Boden. Wir lauschen seinen bewegenden Worten, mit denen er seiner Verbundenheit zu seiner Heimstatt, seinen Überlegungen Ausdruck gibt, trotz oder gerade wegen des nicht leichten Lebens dort oben. Wenn z.B., wie Mitte Oktober, die gefassten Quellen kein Wasser mehr führen, kommt auch keines mehr aus dem Hahnen...!
Als dann die Wolken doch etwas aufreissen und den Blick freigeben auf die Linthebene, den Walensee, die grünen Matten von Amden, können wir einigermassen nachvollziehen, dass er hier unter allen Umständen bleiben will.
 
  
 
Vorm Haus empfangen uns Rita, Simon und Anna mit dem einleuchtenden Befehl: “Schue abziee!“ Auf Socken gelangen wir in die mit einer Festbankgarnitur zur Bäsebeiz erhobenen Küche, wo uns die beiden Schwestern mit Kaffee, Tee. Moscht und herrlichem Marmorkuchen (Rita ist gelernte Bäckerin!) verwöhnen. Da könnten wir noch lange höcklen und plaudern! Ein Andenken nehmen fast alle mit in Form von Eiern, Baumnüssen oder Most. Merci vielmal für die herzliche Gastfreundschaft, liebe Familie Büschlen!!
 
  
 
Einigermassen trockengelegt landen wir wieder in Zürich und sind uns einig: es war ein schöner Sonntag – und wir haben wieder einen weiteren Teil von Fridolins Heimat kennen gelernt!
 
Bei gutem Wetter und mit Hirzli-Besteigung zu wiederholen!
 
Ute Preising
 

***************************************************************

Falls jemand gerne eine Diashow der 90 Bilder von Peter Strub und mir anschauen möchte, kann er auf folgenden Link klicken, es handelt sich um eine PDF-Diashow:


Diashow.pdf , Grösse 13 MB (es dauert halt ein bischen ....)

Für die, die den Acrobat Reader noch installieren müssen:

 Hier downloaden

Viel Spass!
Raymond Marti