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Programm / Tourenberichte
Wanderung zum Weihnachtsmarkt in Willisau, Samstag 09. Dezember 2006
Eine Gruppe von 11 Wandersleuten trifft sich erwartungsvoll im Zürcher HB beim Treffpunkt. Da Fridolin diese Wanderung leitet (zusammen mit Sonja) und wer ihn kennt der weiss, dass alles bestens organisiert ist, dürfen wir uns ganz entspannt in die extra für uns reservierten Sitzplätze niederlassen. Wenige Minuten später fährt der Zug auch schon los, für uns mit dem Zwischenziel Luzern. Jetzt, so ganz ohne Frühstück im Magen, wäre etwas zu beissen und ein fein duftender Kaffee schon eine feine Sache. Dies kaum gedacht, zaubert Fridolin aus seinem Rucksack einen halben Frühstückstisch. Es gibt Tee, Kaffee mit Rahm und Zucker nach Wahl und feine Magdalenas, ein feines Dessert-Gebäck. Sogar an Servietten und Becher ist gedacht. Und das heisse Wasser aus der Thermoskanne schleppt Fridolin natürlich auch noch mit! In Luzern haben wir fast 30 Minuten Zeit zum Umsteigen, was zu einem gemütlichen Bummel durch den Bahnhofs-Weihnachtsmarkt reicht. Raymond, Doris, Maksut und ich, bleiben mit unseren Augen an einem Stand mit wunderschönen Keramik-Fachbauwerkhäusern hängen. Sie sind mit Rechaud-Kerzen von innen beleuchtbar und das eine Haus sieht romantischer aus als das andere. Das ist Weihnachtsfeeling pur!

Im Nu vergeht die Weiterfahrt im Zuge wie im Fluge und schon ist Menznau erreicht. Einige von uns entdecken die wunderschöne kath. Kirche und statten ihr einen Besuch ab während die anderen schon mal im Rest. Lamm nebenan einkehren. Hier zeigt sich das Organisationstalent von Fridolin erneut auf ganz besonders angenehme Weise, hat er doch extra das rauchfreie und fein nach Holz duftende Säli für uns reserviert! Die Wandergruppe ist jetzt auf 12 Personen angewachsen. Etwas später gesellen sich Anna und ihr Patenkind Jennifer dazu. Die Speisen werden hereingebracht - sie munden vorzüglich und sind obendrein auch noch sehr preiswert bei Portionsgrössen, die anderswo als zwei Gerichte gelten würden. Das Rest. Lamm in Menznau ist wirklich empfehlenswert und eine Reise wert !

Schon die ganze Zeit über halten wir das Wetter im Auge und es pendelt zwischen nass ohne Regen und nass mit viel Regen und einer winterlichen Kälte von ca. plus 3 Grad C. Als es bei der „Abstimmung“ draussen gerade wieder aus allen Kübeln schüttet, entscheiden wir uns für die Variante Zug, aber der macht samstags leider nur einmal in der Stunde in Menznau Halt. Da Anna aus gesundheitlichen Gründen momentan nicht mitwandern kann, bietet sie uns spontan ihren „Taxidienst“ an, den wir natürlich gerne in Anspruch nehmen und vergüten. Nach drei Fuhren sind alle in Willisau. Danke Anna!

Wegen dem Weihnachtsmarkt und den daraus resultierenden Absperrungen müssen wir den letzten Teil bis zu unserem nächsten Ziel - die restlichen 980 Meter bis zur Willisauer-Ringli Fabrik - dann doch noch wandernd unter die Füsse nehmen. In der Ringli-Fabrik im Showroom angelangt, gibt es die Fabrikgeschichte mit interessanten Bildern und Texten nachzulesen. Versüsst wird einem dieses Tun mit leckeren Ringli und anderen Produkten der Firma, die zum Degustieren im ganzen Raum auf runden Stehtischen angeboten werden. Dazu gibt es zu Raymond und meiner Freude den Becher Kaffee aus dem Automaten für äusserst faire 80 Rappen! Nach einer Wartezeit von 15 Minuten geht es aber auch schon los und wir erhalten Haarnetze, die wir tragen müssen. Wir betreten nämlich sogleich die Produktionshalle, die heute Samstag nicht in Betrieb ist. Allfällige Anflüge von Enttäuschungen darüber, fängt die charmante Dame, die uns soeben begrüsst hat, gleich mit den Worten auf, dass es dafür heute angenehm warm und leise und nicht unangenehm heiss und laut sei.
Anhand eindrücklicher Bilder erzählt sie, wie früher die Ringli noch von Hand gedreht und am Dorfbrunnen mit Wasser abgeschreckt wurden, damit sie nach dem anschliessenden Backen die richtige Farbe haben. Die Willisauer-Ringli werden übrigens nicht ins Ausland exportiert und dürfen in Willisau auch nur von vier Bäckereien / Firmen produziert werden. Zum Schluss gibt es noch einen kurzen Film zu sehen, der uns einen Eindruck davon vermittelt, wie es zu und her geht, wenn die Fabrikation in vollem Gange ist.

Bei leichtem Regen geht es nun zum romantischsten Teil des Tages über, zum Weihnachtsmarkt. Dieses Mal verschieben wir uns standesgemäss mit Wanderschuhen zu Fuss ins Städtli. Das alte und schöne Stadttor ist dieser Tage die Pforte zum Weihnachtsmarkt . Um 14.50 h beschliessen wir dort, dass wir uns um 17 Uhr wieder an diesem Platz treffen, da es fast unmöglich ist, in einer so grossen Menschenmasse als Gruppe zusammenzubleiben. Jeder sieht nämlich etwas anderes, was ihn fasziniert. Es vergehen auch keine fünf Minuten bis sich unsere kleinen Grüppchen in der Menge verlieren.
Der Willisauer Weihnachtsmarkt bietet alles, was man sich von einem solchen Markt wünschen kann. Von der Bratwurst vom Grill, über Lebkuchen und natürlich den Willisauer-Ringli, einem Kunstglasbläser, romantisch dekorierten und anmutenden Altstadthäusern, teilweise mit bunt bemahlten Fensterscheiben mit Weihnachtsthemen-Sujets, glücklichen Schafen auf einem Stück Grünfläche und einer liebevoll arrangierten Ausstellung von Gegenständen rund um das Thema «Engel» im Rathaus.
So vergeht die Zeit im Wechsel zwischen einem leichten Nieseln und ordentlichem Regen, wie in einem schönen Traum, nämlich viel zu schnell und schon ist es Zeit, um auf 17 Uhr zum Treffpunkt zurückzugelangen. Von dort spazieren wir noch gemütlich plaudernd zum Willisauer Bahnhof und gelangen alsbald via Luzern nach Zürich, wo wir um 18.56 Uhr von der wohl leckersten, romantischsten und gemütlichsten "Wanderung" des Jahres wohlbehalten am Ausgangsort zurückgelangen.
Peter Strub
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Falls jemand gerne eine Diashow der 90 Bilder von Peter Strub und mir anschauen möchte, kann er auf folgenden Link klicken, es handelt sich um eine PDF-Diashow:

Diashow.pdf , Grösse 6 MB (es dauert halt ein bischen ....)
Für die, die den Acrobat Reader noch installieren müssen:
Hier downloaden
Viel Spass! Raymond Marti
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