Ski- und Wandergruppe Kaufleute Zürich
Wintertag auf dem Hasliberg: Schlitteln, Schneeschuh-, Winterwandern und Skifahren auf dem Brünig   /   19.02.2012 07:50h   /   HB Treffpunktwürfel   >>
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Wintersport-Tag in Elm - Sonntag, 25. Februar 2007

Nach längeren Anfahrtswegen von verschiedenen Orten herkommend, treffen wir uns im Rest. Sonne in Elm, zur ersten kurzen Pause. Nach Kaffee und Gipfeli geht es weiter zum Parkplatz der Talstation Luftseilbahn Elm auf 1020 MüM. Gerade als die Uhr 10 anzeigt, gondeln wir sanft den Berg hinauf. Oben auf 1480 MüM angekommen, bereitet sich jeder nach seiner sportlichen Aktivität vor.Jean-Pierre steigt auf seine Skier.Raymond, Susanna und Hansfred, Ute, Margarete, Rafi und Fridolin schnallen sich die Schneeschuhe um. Doris, Anna und ich stellen die Walkingstöcke auf die richtige Länge ein.

 

Es ist 10.09 Uhr - und los geht's...

Zum Winterwandern ist es angenehm. Die Witterung ist zwar frisch, aber auch mild, denn es regnet nicht, es schneit nicht, es windet nur zeitweise ganz dezent und die Sicht ist relativ sehr gut. Die Dörfer im Tal sind deutlich zu sehen. Die Uhr zeigt 11.03 Uhr an, als wir auf 1625 MüM. am Weiler «Hengstboden» ankommen.Genau richtig für eine Brotzeit aus dem Rucksack. Wir finden hinter einer Hütte eine Sitzbank, die uns allen Dreien genügend Platz zum Sitzen bietet und uns einen wunderbaren Ausblick aufs Tal schenkt. Gerade als wir zu unseren "Desserts" greifen wollen, bekommen wir etwas total unerwartetes "serviert":Raymond ruft an und verkündet, sie, also die Schneeschuh-Wanderer seien schon in der Munggä-Hütte angekommen, wo wir denn seien?... 
In knapp der Hälfte der Gesamtdistanz, lautet die korrekte Antwort und wir sind voller Fragezeichen.Wie haben die das bloss so schnell geschafft?Immer noch staunend nehmen wir den letzten Teil unserer Strecke unter unsere Wanderschuhe. Ab hier wechseln sich der Untergrund und das Terrain deutlich stärker ab, als bis hierhin.Zuerst ist es ganz flach, dann sehr steil und eisig hartgefroren, an der Skiliftanlage vorbei, die relativ weiche Skipiste überquert, landen wir in deutlich tieferem Schnee, bis wir zur Schnee reichsten Stelle gelangen, wo wir wirklich für ein paar Meter Tiefschnee-Wandern "dürfen". 
Nach der Überquerung einer weiteren Skipiste, wird es wieder angenehmer, der Schnee ist jetzt nur noch wenige Zentimeter hoch, dafür wird das Terrain sehr steil. Deshalb und weil unter mancher Schneestelle, auf die man bereits getreten ist oder noch treten wird, sich matschiger Untergrund befinden kann, der entweder die Wanderschuhe einsaut oder man gar ausrutschen kann, wird dieses kurze Hangstück von ca. 300m, nebst der kurzen vereisten Passage, zum zweiten kritischen Wegpunkt, der ansonsten sehr sicheren und angenehm begehbaren Wegstrecke. Es geht aber alles gut und wir erreichen inmitten der Hanghöhe einen Weg, der fast horizontal verläuft. Diesem Weg folgen wir jetzt noch 5 Minuten und auch wir Winterwanderer haben das Ziel hoch oben am Berg erreicht:

Die Munggä-Hütte auf 1742 MüM. Es ist 12:10 Uhr.


  

 Wir sind froh, uns endlich wieder einmal hinsetzen zu können und uns bei Speis und Trank zu erholen.Die Gerantin Ruth empfiehlt das Raclette und nachdem eine Person das «Versuchskaninchen» gespielt hat, bestellen es fast alle. Wie wir jetzt erfahren, sind die Schneeschuh-Wanderer offenbar mit ihren Schneeschuhen in der Lage gewesen, den Weg von der Bergstation bis zur Munggä-Hütte hinauf, mehr oder weniger direkt zu gehen, einfach gerade den Berg hinauf. Wir Winterwanderer mussten hingegen eine riesige Schlaufe nehmen, die die Wegstrecke ungefähr verdreifacht hat. Wir erfahren weiter, dass wir Winterwanderer eine Stunde später angekommen sind, als die Schneeschuh-Wanderer und ca. 30 Minuten vor uns ist bereits Jean-Pierre eingetroffen. 
Jean-Pierre berichtet uns, dass die Pisten nicht gut waren. Es lagen öfters Steine auf der Strecke und Wind und Schneefall erschwerten das Skivergnügen zusätzlich, so dass er lieber ein paar Minuten mehr in der warmen Hütte zubringen wollte und damit seine sportliche Aktivität frühzeitig beendet hat. Apropos Schneefall: Dieser hat tatsächlich vor ungefähr 45 Minuten eingesetzt. Allerdings nur ganz dezent, fast schon unauffällig diskret. Aber jetzt beginnen die Wolken sich zusammenzurotten, der Wind gibt Gas, die Temperatur beginnt merklich zu fallen und der Schneefall sucht nun auch seine Aufmerksamkeit und beginnt sich zu verstärken. Den Aufstieg erlebten wir bei einer Witterung, wo die Sonnencreme der nächste Gedanke sein konnte. Jetzt aber ist der erste Gedanke viel eher der, wo ist meine warme Mütze und gut, habe ich die warmen Handschuhe bereits angezogen. Die Schneeschuh-Wanderer beschliessen, sich uns Winterwanderer anzuschliessen und den Abstieg gemeinsam mit uns anzugehen.Es ist 13:08 Uhr. 
Das ergibt eine äusserst seltene Konstellation: Schneeschuhe vers. Wanderschuhe! Man sieht sofort, auf niederem Schnee bei schwachem Gefälle, machen wir Wandergeschuhten einen Eindruck, wie junge Gazellen und die Schneegeschuhten, wie lahme Watschelenten. Dafür sehen wir am steilen Hang oder dort wo der Schnee tiefer wird oder gar dort bei der eisigen Stelle aus, wie hilflose Geschöpfe, den Kräften der Natur fast gänzlich ausgeliefert, während die Schneegeschuhten souverän erhobenen Hauptes einfach den kürzesten Weg von A nach B nehmen können und ruhig, gelassen und sicher ihres Weges schreiten. 

  

Wie ich jetzt gerade von einer Schneeschuh-Teilnehmerin höre, war ihr Aufstiegsweg tatsächlich viel kürzer, dieser hier sei sehr deutlich viel länger, aber auch viel, viel schöner, man sähe ins Tal, in die Weite, der sei richtig schön. Sie hätten nur Schnee und Bäume gesehen. Aha, es ist also nicht immer der kürzeste Weg der unbedingt Beste! Es ist aber immer der richtige Weg, an einer SWG Wanderung teilzunehmen. Das bestätigt sich einmal mehr, als wir jetzt, wieder an der Bergstation angekommen, auf einen rundum schönen und gelungenen SWG-Tag zurückblicken dürfen. Jetzt, es ist 14:15 Uhr, nur noch schnell runter zur Talstation zurück gondeln, die Ausrüstung und den Rucksack in die Autos verstauen und schwupp, sind wir auch schon im Rest. Sternen, das sich direkt neben der Talstation befindet, verschwunden. Es folgen noch ein paar gemütliche Minuten bei Kaffee, Tee & Co. und es wird fleissig über dies und das geplaudert und diskutiert. Zurück auf dem Parkplatz verabschieden wir uns, steigen in unsere Autos und dürfen ein sehr positives Fazit ziehen: Der Tag ist wahrlich gelungen, er war sehr schön und die Witterung war fast perfekt.

Peter Strub 

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Falls jemand gerne eine Diashow anschauen möchte, kann er auf folgenden Link klicken, es handelt sich um eine PDF-Diashow:

Diashow.pdf , Grösse 9.2 MB (es dauert halt ein bischen ....)

Für die, die den Acrobat Reader noch installieren müssen:

Hier downloaden

Viel Spass!
Raymond Marti