Jetzt ist es 18.30 Uhr und bei der Tramstation «Milchbuck» hat sich eine stattliche Gruppe von neun Interessierten zusammengefunden, unterwegs gesellen sich noch weitere Sechs dazu.
Alle wollen die schönen Adventsfenster sehen, die verstreut im Allenmoos Quartier an den Fenstern um die Wette leuchten und strahlen.
Organisiert hat diese gesamte Aktion Fridolin Landolt. Ihm ist das kleine Wunder gelungen, genügend Quartierbewohner für diese Sache motivieren zu können.
Mittlerweile ist es 18.35 Uhr und wir setzen uns in Bewegung. Von der breiten und fast taghellen teerflächigen, mehrspurigen Strasseneinöde «Milchbuck», hinein in die viel dunklere, schmalere, mit viel mehr Grün und Natur versehene Quartier-Romantik.
Schon stehen wir vor dem Adventsfenster Nr. 3 und alsbald vor Nr. 16, 11, 1 usw. und alsbald ist das letzte gesehen.
Das hell beleuchtete Schulhaus Allenmoos wird durch mindestens drei Kunstwerke verschönert, am Block mit der Familie Landolt erfreuen gar sechs Werke die vorbeilaufenden Passanten.
Es geht sehr schnell, denn träumt man noch vom Inhalt des einen Fensters und ist beeindruckt von der Farbenpracht des Anderen und sinniert über die viele Arbeit, die manche sehr aufwändig und liebevoll gestalteten Fenster wohl gemacht haben, wird man spätestens jetzt, von der eisigen Kälte von minus 4 Grad, aus den Träumen gerissen.
Bevor man aber so richtig zum Frieren kommt, steht auch schon ein wahrhafter "Engel" in der Gestalt von Sonja Landolt vor einem. Das wärmt schon einmal das Herz. Damit aber auch der restliche Körper zu mehr Wärme kommt, hält sie uns, bei sich draussen auf einem Tisch, leckere Gaben bereit, von Knabbergebäck bis Kuchen und vor allem viel heissem Glühwein!Oh, tut der gut! Und alle Anwesenden von 18 – 91 Jahren, greifen gerne und mehrmals zu. Der Glühwein schmeckt lecker, gleitet am Gaumen elegant geschmeidig vorbei und ist trotzdem nicht so satt gezuckert, eine wahre Gaumenfreude! Wie sich herausstellt, ist es eine äusserst gelungene Eigenkreation Sonjas.
Im Vergleich zu unseren sonstigen Aktivitäten, war das eine sehr kurze Sache, klein, aber fein!
Und auch ein geeigneter Anlass für ältere Semester unseres Vereins, die Geselligkeit zu pflegen.