Programm / Tourenberichte
Grenzweg 11 - Wanderung durch die Kantone Solothurn und Basel-Land vom Sonntag 21. September 2008
Am späten Sonntagmorgen des 21. September trifft sich ein SWG-Sixpack um gemeinsam im Interregio nach Basel SBB zu reisen. Dort erwartet uns auf dem Ankunftsperron schon unsere Wanderleiterin Sabine Grob. Es dauert nicht lange und schon haben sich die beiden Vertreter aus dem Kanton Aargau, Beat und Karin zu uns gesellt. Gemeinsam fahren wir nun mit der Vorstadtbahn bis nach Dornach. Die Zeit reicht gerade um den feinen Dubler-Moorenkopf genussvoll herunterzudrücken. Beat, das war eine Superidee ! Dafür lassen wir dann gerne den Kaffeeehalt am Bahnhof aus.

Schon bald stapfen wir bergwärts durch das „Anthroposophen-Viertel“, bewundern – oder kritisieren - die verschiedenen Baustille der normalen, eckigen, ovalen oder runden Häuser. Auch für das Markenzeichen, das übergrosse Goetheanum, fallen unterschiedlliche Kommentare. Entlang eines Bächleins – es soll die Grenze zwischen den Kantonen Basel-Land und Solothurn markieren – stapfen wir hoch zum Schloss Dornach. Im Schwabenkrieg von 1499 dirigierte der Chef-Verteidiger Benedikt Hugi sein Heer erfolgreich gegen die Ankämpfer vom Norden. Heute findet sich dort nur noch eine verfallene Ruine, auf deren Gelände noch bis 31. Oktober 2008 eine Ausstellung mit ausgefallenen Skulpturen des schweiz. Steinmetzverbandes angelegt ist (siehe www.steinmetzverband.ch).
Vom Ausssichtsturm haben wir einen tollen Rundblick und können sogarden 1. Teil unserer letztjährigen Grenzweg-Wanderung 10 nachvollziehen. In der Ferne entdecken wir sogar die Burg Landskron, die unweit vom Kloster Mariastein liegt. Das nahe Restaurant mit dem Bauernbetrieb „Schlosshof“ lassen wir links liegen und stapfen nun kontinuirlich dem Jubiläumsweg entlang und erreichen in 5/4 Stunden die Schartenflue mit dem Gempenturm auf 759 m. Beat will heute hoch hinaus und klettert als einziger von uns die Wendeltreppe hoch. Zusammen mit ihm verzehren Irene und ich das mitgebrachte Picnic während die anderen sich für die Einkehr im Restaurant „Gempenturm“ entscheiden.

Nach dem Gruppenfoto auf den vorgelagerten Kliffs wandern wir weiter - meist durch Wald - zum Punkt Gmeinacher (600 m), vorbei an kleinen Felderrn von Storchenschnabel und rotem Mohn. Es dauert dann eine weitere halbe Stunde bis wir auf derSchauburgflue (658 m) ankommen. Auf diesem tollen Ausssichtspunkt begrüsst sogar eine Schweizer Fahne die Ankömmlinge.
Hier werden wir auch unsere letzten Picnic-Sachen los. Der Abstieg führt uns über Wälder, Wiesen und verstreute Weiler. Dazwischen entdecken wir etwas abgelegen die Burg Schauburg. Kurz vor 16.30 Uhr erreichen wir den Bahnhof Pratteln. Zeit für einen Kafi oder Tee hätten wir noch, aber es findet sich keine Beiz zum Einkehren. Als erste verabschiedet sich die Leiterin, da sie in die entgegengesetzte Richtung fahren muss (zurück ins Baselbiet nach Therwil). Wir steigen etwas später in den Regionalzug bis Rheinfelden ... und können die Wartezeit mit einem verdienten Kafihalt im sonnigen Garten des„Treffpunkts“ überbrücken.

Sabine gehört unser herzlicher Dank, sie hat uns einmal mehr eine reizvolle Landschaft mit versteckten Sehenswürdigkeiten gezeigt. Wir freuen uns schon auf die Fortsetzung im Herbst 2009 !
Fridolin Landolt
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