Die Wetterprognosen verheissen nichts Gutes für den Samstag - weitere Schneefälle entlang der Alpennordseite mit ein paar wenigen Aufhellungen sind angesagt. So ist es nicht verwunderlich, dass ein paar der 17 Angemeldeten am Freitag leise nachfragen, ob und wie unser Wintertag durchgeführt wird. Da die SBB für dieses Skigebiet ein spezielles Angebot „Skipass und Bahnfahrt“ anbietet und dieses nicht ins Gruppenbillet integriert werden kann, können wir nur eine kostenlose Sitzplatz-Reservierung im Intercity nach und ab Ziegelbrücke vornehmen.
Von Unterterzen transportiert uns die Gondel hinauf auf den Tannenboden. Dort werden wir von Christine, Hanni und Winterwander-Leiterin Susanna empfangen. Nach dem obligaten Kafi-Halt im nahen Restaurant Molseralp teilt sich unsere Gruppe auf. Hanni, Claudia, Christian, Jean-Pierre und ich schnallen die Alpinskier an und lassen sich mit dem Sesselift ins Maschgenkamm tragen. Susanna führt die Winterwanderer Christine, Karin, Irene, Margrit, Sabine, Ute, Beat sowie Maksut und Hripsime in 5/4 Stunden via Madils zur Prodalp, wo wir uns alle im gleichnamigen Restaurant zum Mittagessen verabredet haben. Auf der letzten Fahrt vor dem Zmittag geschieht das Ungemach – die Bindung meines bald 20-jährigen „Rossignol Vitesse“, mit dem ich am diesjährigen Alpthaler Klubrennen so geglänzt habe (wenn man das Klassement umkehrt!), bricht heraus! Auch der Skishop vor Ort kann da nicht mehr helfen.

Nach kurzem Ueberlegen nehme ich schliesslich den Winterwanderweg Tannenboden – Prodalp mit den Alpinskischuhen unter die Beine. 30 Minuten später befinde ich mich unterhalb des Restaurants Chrüz ich muss die Abzweigung verpasst haben, bin völlig geschafft und rufe verzweifelt die Winterwander-Leiterin per Handy an.

Zu meinem Glück bricht ihre Gruppe gerade auf in Richtung Chrüz mit Ziel Tannenboden. So warte ich im heimeligen Restaurant und geniesse eine feine Bauernwurst mit Rösti ... und bin sehr erstaunt über all die Holländer und englischsprachigen Skitouristen um mich herum. Nach knapp 45 Minuten trifft die Wandergruppe bei mir ein und zusammen stapfen wir hinunter zur Sennähütte, wo wir unseren Zvierihalt einlegen. Davor bewundern wir im Madils-Gebiet noch die Schlittenhunde und LangläuferInnen. Unsere vier Skifahrer funken später vom Restaurant Molseralp herüber. Gegen 16 h kommen wir alle wieder zusammen, verabschieden uns von Wanderleiterin Susanna mit einem herzlichen Dankeschön. Rundherum zufriedene Gesichter und das Wetter meinte es doch eigentlich ganz gut mit uns, sogar die Sonne zeigte sich ein paar Male zwischen dem teils leichten Schneefall und den weissen Wolken. Der Ausflug in die Flumserberge hat sich auf jeden Fall gelohnt! Auch die Entscheidung für die Bahn, dauert doch die Fahrt von Zürich-HB an die Bergbahnkasse in Unterterzen heute nur noch 65 Minuten! Wir freuen uns alle auf den Wintertag 2010, dann wieder in einem neuen Kanton und ich mit neuen Skis!