Ski- und Wandergruppe Kaufleute Zürich
Wintertag auf dem Hasliberg: Schlitteln, Schneeschuh-, Winterwandern und Skifahren auf dem Brünig   /   19.02.2012 07:50h   /   HB Treffpunktwürfel   >>
Home
Portrait
SWG
Vorstand
Statuten
TKZ
Programm
Tourenberichte
Berghaus Brustalp
Infos
Anmeldung
Getränke
Mittwochshöck
Kontakt
Mitgliedschaft
Pinwand
Links

Programm / Tourenberichte

Schneeschuhwanderung Oberholz-Scheidegg/ZH vom 17. Januar 2010

Und sie fand doch statt, die erste Tour auf „Yetifinken“ im neuen Jahr! Kurz nach der Rückkehr vom Alpthaler Skirennen (die SWG-Vertreter beim Riesenslalom in der Kategorie „Oldtimer“ chancenlos wie im 2009) traf der „Hilfeschrei“ des Meilemer Kneipp-Sekretariates ein. Die Anmeldungen trafen erst ganz langsam ein, dann kamen täglich neue Anmeldungen seitens des Kneippvereins Meilen und bei offiziellem Anmeldeschluss waren längst schon alle 15 Schneeschuhepaare vermietet. Ob wohl Petrus meine logistischen Probleme zu Ohr kamen? Er sandte von Tag zu Tag schlechtere Wetterprognosen ins TV-Studio resp. in unsere warme Stube. Aber da ich (fast) immer auf den ältesten Glarner -dr Föhn- zählen kann, entschied ich mich auch diesmal für die Durchführung. Unsere Freunde vom Kneippverein – eigentlich geübt im Wassertreten – überlegten ihrerseits, blieben dann aber fast alle daheim.

Kurz vor 10 Uhr war die Gruppe in Oberholz ob Wald (855 m) vollzählig. Nach dem Kafihalt folgte erst ein gemütliches Warmlaufen für die 13 Personen, zuerst vorbei am Baby-Skilift (Mamma, was machen diese Leute?) und später durch den Garten eines Hinterhofes hinauf zum Gehöft „Ger“. Von dort ging es erst dem Wanderweg entlang steil bergauf zum Knotenpunkt Wolfsgrueb. Ein paar Schritte auf dem Schlittelweg und dann bogen wir ab in eine langgezogene Forststrasse. Beim nahen Stall war 20 Min. Verschnaufpause angesagt, bevor wir weiter zum Josenberg (1085 m) stapften. Beim nun folgenden steileren Anstieg zum Gasthaus Alp Scheidegg (1197 m) mussten wir uns das Mittagessen redlich verdienen. Der Wind blies feste und manchmal unangenehm ins Gesicht. Bei diesen Wetterbedingungen bevorzugten alle die warme Gaststube und verzichteten auf das Picnic im Freien!

Die Wirtin Frau Züger schlug uns zwei Menues vor (Suppe, Teigwaren oder Pommes, Gemüse und dazu entweder Paniertes Schweinschnitzel oder Schweinsgschnetzeltes.

Einige entschieden sich auch für Suppe, Salat oder sonstiges aus der Karte. Es wurde über dies und das und die halbe Welt geplaudert. Wir hatten es auch nicht eilig, denn je später der Aufbruch desto besser das Wetter!

Erst um 15 Uhr trappten wir weiter und legten unsere Spur in den nun nassen Schnee. Wir passierten den Gleitschirm-Point und siehe da, plötzlich verabschiedete sich Toni Gadients Cowboyhut für immer ! In welchem Tobel mag der jetzt wohl ruhen? Schon bald folgte ein recht steiler Abstieg dem Lochwaldgrat entlang. Oberhalb vom Weiler Hischwil bogen wir scharf links ab in die Forststrasse und legten zwei Spuren in den auch hier unberührten Schnee. Es dauerte nicht lange und wir kamen an mehreren Stellen vorbei mit herrlich vereisten Felshängen. Wir legten eine kurze Verschnauf- und Fotopause ein. Wenig später erreichten wir wieder den Knotenpunkt Josenberg. Von dort nahmen wir den Abstieg zum Gehöft Chürzi. Nach 3 Std. reiner Trapperzeit zogen wir dort unsere Schneeschuhe aus, überquerten das Schmittenbachtobel und gelangten bald zu unserem Ausgangspunkt Oberholz. Wie schon unterwegs durften wir auch jetzt wieder die herrliche Licht- und Wetterstimmung bewundern, in der Region Meilen fiel sogar die Sonne durch die Wolken auf den Zürichsee.

Auf dem Parkplatz verabschiedeten wir uns voneinander. Alle waren sichtlich zufrieden und stolz mit ihrer Leistung und dem tollen Tag in der herrlichen Natur. Brigitta mit Jahrgang 1928 die älteste bereicherte die Gruppe ebenso wie unser fleissiges „Wiesel“ Silvia Nägeli, das für die tollen Fotoschnappschüsse verantwortlich zeichnet (siehe Homepage). Für den Leiter gab es viel logistische Vorarbeit, aber der Aufwand hat sich einmal mehr gelohnt. Und wenn’s dabei bleibt, dann gibt es mit allen TeilnehmerInnen ein baldiges Wiedersehen auf Schneeschuhen - auf dem Stoos oder auf dem Weg zum Gäbris oberhalb von Gais.

Fridolin Landolt

PDF mit Bildern der Tour, hier klicken