Programm / Tourenberichte
Von Schneeflecken zu Schneeflecken ...........
Schneeschuhabenteuer vom Samstag, 20. März 2010, „uf dä Gäbris“
15 gespannte Gesichter versammelten sich am Samstagmorgen um 08.30 Uhr (Danke für die christliche Besammlungszeit) am Hinterausgang des Bahnhofes Zürich-Oerlikon um der guten Dinge zu harren, die uns heute noch erwarten könnten.
Nach dem Aufteilen auf die drei Autos ging es auf der Autobahn über Winterthur, St. Gallen, Teufen bis nach Gais. Das Hauptthema unserer Crew während der Fahrt war die Art des Weiterbestandes der Hütte auf der Brustalp. Zum Glück ist in Gais die Geschwindigkeit reduziert, damit man genügend Zeit hatte um den schönen Hauptplatz, die zahlreichen Kirchen und sicher auch die typischen Appenzeller Häuser zu bewundern. Könnte es anders sein, der Treffpunkt in Gais war das Cafe Böhli. Ein richtiges sauberes Landcafe mit grosser Auswahl an schönen und frisch duftenden Brotlaibern und zahlreichen süssen Spezialitäten wie Appenzellerbiber.
Hier also die letzte Stärkung vor dem grossen Aufbruch zu unserer Schneeschuhtour. Oh, auf welcher Talseite soll es denn losgehen? Auf beiden Talseiten waren nur noch abgeschmolzene Schneefelder zu sehen. No problem! Mit den Schneeschuhen unter dem Arm ging es auf den ersten Hügel, den Sommersberg, zu. „Da oben am Waldrand hat es dann sicher Schnee und wir wären dann auf unserm Schneeschuhteppich“ meinte Fridolin, unser Vorausmann. Hast gemeint! Steil ging es weiter hoch auf den Gipfel. Als Belohnung für den Aufstieg durch den grünen Tannenwald wurden wir von einem grossen Schneefeld begrüsst. Voller Tatendrang zogen wir nach 20 Minuten unsere Schneeschuhe an und waren froh endlich ausreichenden Untergrund für unser Abenteuer gefunden zu haben.
Wie so üblich mussten zuerst alle Schneeschuhe mit Kommentar beschnuppert werden. Dieses Modell kommt aus einer Aktion im Aldi, das andere ist die Hausmarke von MIGROS, zwischendurch einige MSR-Modelle. Alle waren zufrieden zu hören, dass im letzten K-Typ diverse Schneeschuhmodelle einem Eignungstest unterworfen waren und dort die Testresultate detailliert studiert werden können.
Es mag eine halbe Stunde über den Schnee gut gegangen sein, bis uns dann unser Tourenleiter kurz kreuz und quer durch einen Wald führte. Das Problem im Wald war nicht, die Schneeflecken zu finden sondern nicht von einem abspickenden Ast des Vordermannes halb erschlagen zu werden!

Nach dieser Kreuz- und Quertour stiessen wir auf eine saubere Asphaltstrasse mit vielen Wegweisern in allen Farben. Einige zogen es vor ihre Schneeschuhe auszuziehen und auf der Strasse weiterzugehen, die andern kämpften sich über Schneewiesen, an Stacheldrahtzäunen entlang und drüber um dann schliesslich am Strassenbord den weitern Weg – zu unserer Beiz – zu finden. Alle haben dann vor einem schmucken Appenzeller Wirtshaus Stellung bezogen. Ein lokaler Bauer hat uns dann aufgeklärt, dass unser gesuchtes Restaurant der „Obere Gabris“ und nicht der „Untere Gabris“ sei. Also Schneeschuhe auf und weiter auf der Strasse. Nach einem guten Fussmarsch haben wir dann zu unserer Linken die gesuchte Beiz mit herrlichem Ausblick auf den Bodensee, den Säntis, das Rheintal und vielen anderen weissen „Bergli“ gefunden.
Die Meisten haben dann die warme Wirtsstube aufgesucht und wenig Andere haben auf der Familien Feuerstelle ihr Picknick verzehrt. Da der Mensch ja nicht allein von Würsten lebt, sind dann die Feuerstellenmenschen auch noch zu einem Kaffee in die Beiz mit der einmaligen Aussicht gekommen.
Um 15.15 Uhr hat unser Leiter zum Abmarsch zurück nach Gais geblasen. Nach Rückfrage beim netten Koch mit den blauen Augen – das waren gehörte Frauenkommentare – ging es über guten Schnee recht steil hinunter. Wieder aufgehalten vor einer breiten und hohen Hecke ist unsere Abenteuertour in ihrem Elan gebremst geworden. Dieses Hindernis über- und untersteigend, sind wir dann wieder über grüne Wiesen an der Höhenklinik vorbei zu unserm Parkplatz zurückgekehrt. So hat sich der Wanderkreis unserer heutigen Tour wieder geschlossen.

Danke dem Organisator, Fridolin Landolt und den 3 Automobilisten – zusammen haben wir einen schönen Tag im Appenzeller Land verbracht. Hiermit ist das SBR-Winterprogramm abgeschlossen, denn unterwegs hat Fridolin schon das Sommerprogramm verteilt. Bis dann!
Charles Grollimund
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